Rouladen mit Rotkohl und Klößen

Rouladen mit Klößen und Rotkohl – wie bei Muttern

Als ich erstmalig mich an den Big Steaks erfolgreich als „Grillfleisch“ versucht habe, wollte ich weitere Rezepte mit dem texturiertem Soja probieren.  Vegane Rouladen sollten es sein. Hier hat jeder seine Geschmacksfavoriten, meist geprägt von seiner Kindheit. Ich habe einfach das Beste aus verschiedenen Rezepten (Tipps meiner Mutter,  das berühmte Rezept von Jérôme Eckmeier etc.) genommen und mit eigenen Ideen ergänzt. Das Ergebnis ist toll, vor allem die Sauce ist großartig und alles ist sehr gut vorzubereiten.

Für 4 Personen

Zutaten

Für den Rotkohl:

  • 400 g Rotkohl
  • 2 EL Alsan
  • 1/2 Zwiebel
  • 1 Lorbeerblatt
  • 3 Nelken
  • 1 EL Essig (z.B. Kräuteressig)
  • 1 Apfel
  • 150 ml Wasser
  • Salz

Für die Klöße:

  • 500 g Kartoffeln
  • 2 EL Kartoffelmehl
  • Salz

Für die Rouladen:

  • 4 Big Steaks
  • 3 TL Gemüsebrühepulver
  • 2 Zwiebel
  • 2 Gewürzgurken
  • 4 Scheiben Veganslices von veggyness (oder dünne Scheiben Räuchertofu)
  • 150 ml mittelscharfen Senf
  • 100 g Alsan
  • 1 TL Mehl
  • 2 EL Tomatenmark
  • 100 ml veganen Rotwein
  • 1 Fingernagel grosses Stück Knollensellerie
  • 1 Stück (2 cm) Lauch
  • 1 kleine Möhre
  • 1 Tomate
  • 2 Stängel glatte Petersilie
  • Prise Piment
  • 1/2 TL Kümmelsamen
  • 1/2 TL Paprikapulver edelsüß
  • 50 ml Gurkensud (aus dem Glas mit den Gewürzguken)
  • 750 ml Wasser mit den restlichen 2 TL Gemüsebrühepulver vermischen
  • 2 EL Soyacuisine (Provamel)
  • Salz
  • Pfeffer (frisch gemahlen)

Zubereitung

Rotkohl:
Rotkohl abwaschen (bei Bedarf äußere Blätter entfernen, wenn sie nicht gut aussehen) und in dünne Streifen schneiden. Die Zwiebel schälen, waschen und in kleine Stücke schneiden. Den Apfel schälen, waschen, entkernen und in kleinere Stücke schneiden. In einem Topf Alsan schmelzen lassen, Zwiebel- und Apfelstücke sowie die Rotkohlstreifen dazu geben und bei hoher Hitze kurz aufkochen lassen und dabei gut umrühren. Lorbeerblatt, Nelken, Essig sowie Wasser dazugeben und das Ganze ca. 40 min bei kleiner Hitze dünsten lassen. Immer mal wieder umrühren. Sollte zu wenig Flüssigkeit vorhanden sein, etwas Wasser nachgießen. Nach der Garzeit das Lorbeerblatt und die Nelken entfernen. Nach Geschmack salzen.

Klöße:
Die Kartoffeln schälen, waschen und in Salzwasser ca. 25-30 min kochen lassen, bis sie gar sind. Danach die Kartoffeln abseihen, kurz ausdampfen lassen und durch eine Kartoffelpresse drücken (wer keine Presse hat, zerdrückt die Kartoffeln mit einer Gabel, wichtig, dabei nicht rühren, nur von oben nach unten pressen). Die Masse in eine Schüssel oder auf die Arbeitsplatte geben (ich nehme ein Backpapier als „Unterlage“). Das Kartoffelmehl und Salz dazugeben und alles zu einem gleichmäßigen Teig mit den Händen verkneten.  Aus dem Teig insgesamt 8 Klöße formen. In einem großen Topf mit Wasser aufkochen lassen, Hitze auf klein herunter stellen und die Klöße in das Wasser gleiten lassen. Die Klöße sind fertig, wenn sie an der Oberfläche schwimmen. Das dauert ca. 10 min.

Rouladen:
In einem großen Topf Wasser mit 1 TL Gemüsebrühepulver aufkochen lassen, Herdplatte ausstellen, die Big Steaks hinlegen und 15 min ziehen lassen. Dabei darauf achten, dass alle Stellen der Steaks benetzt werden, ggf. mit einem Löffel drehen und in den Topf „pressen“ oder sogar mit einer Schüssel beschweren, damit sie eingetaucht bleiben. Anschließend die Bigsteaks abseihen, mit Wasser abbrausen und ganz fest ausdrücken. Ich habe sie regelrecht durch Gegeneinanderdrehen der Seiten ausgewrungen , hat funktioniert, sie haben gehalten. Wirklich versuchen, alle Flüssigkeit herauszupressen, das ist ganz wichtig.

Zwiebel schälen, waschen und in dünne Scheiben schneiden, können ruhig zerfallen. Lauch waschen, Sellerie und Möhre schälen, waschen und das Gemüse in feine Ringe bzw. Stücke schneiden. Die Gewürzgurken in dünne Streifen schneiden. Tomate waschen, Strunk entfernen und in kleine Stücke schneiden.

Veganslices in einer beschichteten Pfanne ohne Fett ganz kurz von beiden Seiten anbraten.

Jedes Big Steak von beiden Seiten mit reichlich Senf bestreichen und kräftig salzen und pfeffern. Jedes Steak mit Veganslice (ggf. auch 2 Scheiben verwenden, dann schmeckt es noch kräftiger), Zwiebelscheibe und Gewürzkgurkenstreifen belegen und eng aufrollen. Mit Bratennadeln aus Edelstahl oder Bratenbinder fixieren, dass sie auch wirklich nicht auseinanderfallen können.

In einem großen Topf Alsan schmelzen lassen, die Rouladen in den Topf geben und mit Mehl bestäuben . Bei hoher Hitze von allen Seiten gut anbraten, so dass sie Farbe annehmen, dabei darauf achten, dass nichts anbrennt.  Hitze etwas herunter stellen und Tomatenmark und das Gemüse (Sellerie, Tomate, Lauch, Möhre) in den Topf dazugeben und 1-2 min mit anrösten lassen, das Rühren nicht vergessen (lasst ruhig die Rouladen im Topf, das klappt auch so gut). Mit Rotwein ablöschen und alles ca. 2-3 min aufkochen lassen.  Wasser mit 2 TL Gemüsebrühepulver vermischen und zusammen mit dem Gurkensud in den Topf gießen. Mit Piment, Kümmel, Paprikapulver, Salz und Pfeffer kräftig würzen, rühren, die gewaschenen Petersilienstängel dazu geben und nochmal kurz weiterköcheln lassen. Den Topf mit einem Deckel verschließen und im Backofen (Umluft 180 Grad) ca. 30 min brutzeln lassen.

Rouladen schmoren
Rouladen schmoren

Den Topf aus dem Backofen holen (Vorsicht, man vergisst schnell, dass auch die Topfhenkel heiß sind!), die Rouladen heraus nehmen und von den Nadeln bzw. den Fäden befreien. Soyacuisine in die Sauce geben. Ich mag es gerne, wenn man die Gemüsestücke noch in der Sauce erkennt. Wer das nicht möchte, püriert die Sauce. Sobald die Soyacuisine eingerührt ist, nicht mehr aufkochen lassen, sonst flockt sie ggf. aus, das sieht nicht so schön aus, schmeckt aber noch genauso gut.

Anrichten

Roulade, Klöße und Rotkohl schön auf einem Teller anrichten und nach Belieben Sauce dazugeben.  Guten Appetit!

Rouladen mit Rotkohl und Klößen
Rouladen mit Rotkohl und Klößen

 

3 Gedanken zu „Rouladen mit Klößen und Rotkohl – wie bei Muttern“

  1. Habe gerade dein Rotkohl Rezept nachgekocht. Perfektion! Habe den noch nie selbst gemacht und er hat super geschmeckt und war ruck zuck gemacht.

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