Das vegane Kochbuch meiner Oma, Kirsten M. Mulach

Das vegane Kochbuch meiner Oma von Kirsten M. Mulach

Das nächste Kochbuch habe ich unter die Lupe genommen: Das vegane Kochbuch meiner Oma von Kirsten M. Mulach. Allein der Titel hat mich neugierig gemacht. Wer kennt das nicht – Rezepte aus der Familie, die man gerne in den veganen Kochalltag integrieren möchte. Kirsten hat das gemacht und aus meiner Sicht ist daraus ein sehr liebevolles, mit sehr leckeren Rezepten gespicktes Kochbuch geworden.

Drei leckere Gerichte aus Omas Kochbuch
Drei leckere Gerichte aus Omas Kochbuch

Das Kochbuch ist eine Hommage an die Oma von Kirsten. Überall finden sich Bilder aus „alten Zeiten“ von Kirsten, ihrer Familie und natürlich der Oma.  Es gibt viele Zitate und Tipps von der Oma oder sogar handschriftliche Auszüge aus Omas Original-Rezeptbuch, was das Buch sehr authentisch macht.

Grundphilosophie ist, dass die Rezepte von Kirstens Oma wirklich ohne Ersatzprodukte auskommen. Alles was man braucht, kann man selbst herstellen bzw. findet sich im Garten bzw. im Gemüse-/Obstregal.

Kirsten hat die Kategorien so aufgebaut:

  • Frühstsück
  • Mittagstisch (Salate, Hauptgerichte, Desserts)
  • Kaffeezeit
  • Abendbrot

…wie man es von früher kennt. Ich persönlich kann mich damit gut identifizieren, da ich es auch genauso kenne und mit diesen Zeiten aufgewachsen bin. Regelmäßiges und gutes Essen – und das gemeinsam! am Tisch und zu festen Zeiten.

Ganz wichtig bei den Rezepten: Mindestens die Gemüsebrühe und den Kräuteressig selber herstellen, denn beide Komponenten werden in vielen Gerichten verwendet. Auch Mandelmilch wird selbst hergestellt und kommt in den süßen Gerichten zur Anwendung. Klar, man kann auch diese Dinge kaufen – aber dann ist der Geschmack nicht mehr so, wie es Kirstens Oma ursprünglich geplant hat.

Also habe ich als erstes die Gemüsebrühe und den Essig hergestellt (aufpassen beim Wermut, dass er auch vegan ist).  Ich muss sagen, gerade die Gemüsebrühe ist top! Ich kenne sie so ähnlich aus einem Gourmet-Kochkurs und da hat sie mich schon fasziniert. Es ist schon etwas aufwändiger, aber man kann die Brühe z.B. in Eiswürfeltüten füllen, einfrieren und portionsweise verwenden.

Als Testgerichte habe ich mich für die Tomatensuppe mit Reis, den Kartoffelsalat und die Erbsenpfannkuchen entschieden. Gute Wahl, sage ich Euch!

Bei der Tomatensuppe habe ich aber kann schön ackern müssen, um die frischen Tomaten zu passieren. Ich hatte nicht das Gerät „flotte Lotte“, das Kirsten in ihrem Kochbuch erwähnt und daher traditionell – wie ihre Oma – durch ein Sieb passiert. Uhi….Knochenarbeit. Aber es hat sich gelohnt. Das Einzige – es hat für 2 Personen gereicht  nicht für 4, wie es im Buch angegeben ist. Der Geschmack der Suppe war großartig – ich habe frischen Estragon benutzt und auch den Reis direkt in der Suppe mit gekocht.

Tomatensuppe mit Reis
Tomatensuppe mit Reis

Der Geschmack des Kartoffelsalates ist echt spitze! Den werde ich jetzt öfters machen.

Kartoffelsalat
Kartoffelsalat

Bei den Erbsenpfannkuchen hatte ich den Teig am Anfang etwas zu flüssig gemacht, so dass er in der Pfanne zerlaufen ist (aber es steht auch im Kochbuch, dass er zäh vom Löffel fließen sollte)  – etwas Mehl noch mit rein und er war perfekt. Ich hatte mich für Petersilie in Kombination mit Basilikum entschieden – die Kräuter wurden als Beispiele angegeben. War auf jeden Fall eine gute Wahl!

Erbsenpfannkuchen
Erbsenpfannkuchen

Großes Kompliment an Kirstens Oma: heute würde man es sicherlich als clean eating bezeichnen.A_veganwave00681A_veganwave00676

Ich werde sicherlich noch einige Rezepte testen! Danke Kirsten, dass Du uns die Rezepte Deiner Oma zugänglich gemacht hast!

Abgerundet wird das 108 seitige Buch durch ein Rezeptregister nach Kapiteln bzw. nach Alphabet, bei dem man schnell noch mal schauen kann, wo was genau steht.

Das Buch ist im Verlag Bassermann Inspiration erschienen, ISBN 978-3-572-08194-3 und kostet 16,99 Euro.

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